Zwei Tage, fünf Bühnen, ein zentrales Versprechen: Wer lokale Medien macht – ob Radio, TV, Print, Podcast oder Digital – findet bei den neu formierten Lokalmedientagen 2026 in Nürnberg die Antworten auf Fragen, die die Branche gerade wirklich umtreiben. Am 24. und 25. Juni steht im NCC Mitte der NürnbergMesse ein Programm auf dem Plan, das Theorie und Praxis verbinden will.
Mit einem breiteren Blickwinkel trifft sich die Branche dieses Mal in Nürnberg: Aus den "Lokalrundfunktagen" werden die Lokalmedientage.
Der neue Name ist Programm: Neben Radiomacher:innen, Menschen aus dem lokalen Fernsehen oder Sales-Spezialisten nehmen Expert:innen aus Verlagen, Digitalpublisher und Journalismus-Initiativen im NCC Mitte Platz. Die Antworten auf drängende Fragen im Lokaljournalismus kommen ab sofort aus mehr Richtungen.
Eröffnet werden die 34. Lokalmedientage von BLM-Präsident Dr. Thorsten Schmiege, mit Grußworten von Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder (Foto; Staatskanzlei) und der Präsentation der Funkanalyse Bayern sowie der Vergabe der BLM-Medienpreise.
Der Auftakt setzt den Rahmen der #LMT26: Wie steht es um die lokalen Medien im Freistaat? Was brauchen sie, um nicht nur zu überleben, sondern relevant zu bleiben?
Wer wissen will, wo der Werbemarkt wirklich steht, bekommt gleich zum Auftakt eine ehrliche Keynote serviert: US-Radio-Sales-Experte Dave Sturgeon (Foto unten; privat) nimmt sich 15 hartnäckige Mythen rund ums Radio vor – mit Daten, Erfahrung und dem Anspruch, sie ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen. Seine These: Radio ist das am meisten unterschätzte Medium der modernen Werbung.
Der Werbemarkt ist umkämpft, digitale Player ziehen Budgets ab. Die Frage nach tragfähigen Geschäftsmodellen wird immer wichtiger – und sie zieht sich durch beide Konferenztage der #LMT26 wie ein roter Faden. Vertreter von Arabella München, der Podcastfabrik und AllgäuHIT zeigen Best Practices aus der Praxi, wie digitale Buchungssysteme, Podcast-Kooperationen und neue Erlösquellen das Portfolio lokaler Sender erweitern.
Parallel dazu diskutieren lokale TV-Macher aus Deutschland, der Schweiz und Österreich, welche Innovationen das Fernsehen vor Ort Lokalfunk zukunftsfähig machen – von STUDIO 47 über Telebasel bis zu WOTSCH, der Medienplattform Bayern.
Das Nürnberger Panel, das daran anschließt, will nicht nur analysieren, sondern Lösungen finden. Sigrun Albert (Foto) vom Verlag Nürnberger Presse, Jacob Queißner vom Gerda Magazin und Fabian Steigerwald aus dem Funkhaus Würzburg sitzen dabei zusammen mit BLM-Präsident Schmiege.
Flankieren wird das Thema auch die Session „Lokaljournalismus braucht Community": Wie erreicht man Menschen, nicht nur als Publikum, sondern als Mitglieder einer Gemeinschaft? Drei Redaktionen zeigen, wie Nähe und Austausch konkret aussehen können. Weil Desinformation kein abstraktes Problem ist, diskutieren Faktencheck-Profis von CORRECTIV und Volksverpetzer, wie lokale Medien Falschinformation aktiv entgegenwirken können.
Bei den Lokalmedientagen diskutieren darüber LFK-Chef Dr. Wolfgang Kreißig, Dr. Annette Schumacher (BLM), Horst Rettig
(München Live TV) und Katharina Hamberger (Foto, Deutschlandfunk). Es gilt in Nürnberg zu beleuchten, wie lokale und regionale Medien heute noch Orientierung geben können.
Wer morgen noch lokale Relevanz beanspruchen will, muss dort sein, wo die Zielgruppen sind. Das Podcast-Panel zeigt mit Projekten der Süddeutschen Zeitung, der Augsburger Allgemeinen und dem Salzburger Format „Was geht?", wie tiefgehende Audio-Inhalte Markenloyalität erzeugen und neue Hörer;innen.
KI und kluger Daten-Einsatz, Liquid Content oder moderner Videoschnitt: Impulse für zukunftsfähige Lokalmedien geben auch die neuen Innovation-Pitches.
Keine Medienkonferenz 2026 ohne KI! Doch bei den Lokalmedientagen geht es weniger ums Philosophieren als ums Machen. Konkrete Beispiele: Was bedeutet der AI Act ab August 2026 für Audioanbieter? Wie kennzeichnet man KI-Stimmen in einem „blinden“ Medium, ohne den Programmfluss zu stören? Katharina Zeschke von ZAC Audio-Consulting beantwortet das mit echten Hörbeispielen.
KI im Musikprogramm – Heilsbringer oder Seelenkiller? David Banks, Tim Lauth und Annick Manoukian (Foto, RADIO NRW) diskutieren, was passiert, wenn der emotionale Markenkern des Radios unter Budgetdruck gerät.
Das Innovationsforum der BLM dreht den Blick: Im offenen Fishbowl-Format werden Erfahrungen aus KI-Projekten geteilt. BLM-Präsident Schmiege nimmt selbst Platz im Kreis.
Wem der Einstieg ins Vibe Coding noch fehlt, findet ihn im Saal Athen: Jim Sengl vom KI-Kompetenzzentrum Medien (KI.M) zeigt, dass bauen können damit beginnt, sich etwas
vorstellen zu können.
Stimm-Coaching mit Daten statt Bauchgefühl, Resilienz für Redaktionsalltage, die sich ständig neu erfinden, KI-assistierter Videoschnitt aus der ARD-Praxis oder gute Audiospots: Tag zwei gehört den Masterclasses. Geklärt werden soll auch, warum der Sound eines Senders über Hörerbindung entscheidet, auch wenn ihn niemand bewusst wahrnimmt.
Kurzum: Die Lokalmedientage 2026 versteht sich als Arbeitstagung für Menschen, die lokale Medien aktiv und zukunftsfähig gestalten wollen. Und mit der Web App lässt sich das Programm jederzeit bequem auf dem Smartphone abrufen und individuell zusammenstellen. Smartphone draufhalten. Los geht's!
Diese Themen sind geboten:
Audio
Innovation
Innovation Pitch
Künstliche Intelligenz
Lokaljournalismus
Masterclass
Politik & Gesellschaft
Publishing
Social Media
TV
Volo-Spezial
Werbung & Marketing
Das vollständige Programm der Lokalmedientage 2026 in Nürnberg ist hier zu finden.
Wert und Bedeutung lokaler Medien, von Radio, TV und Zeitungen vor Ort, stehen im Mittelpunkt der neu formierten LOKALMEDIENTAGE am 24. und 25. Juni 2026 im NCC Mitte der NürnbergMesse. Dabei wird mit diversen Programmpunkten der Bedeutung des Qualitätsjournalismus für die Region Rechnung getragen und die Frage aufgeworfen, wie lokale Medien zukunftsfähig gemacht werden.
Tickets gibt es hier!
Mehr Lesenswertes rund um die MEDIENTAGE München findet Ihr im Blog. Inspirierendes kann auch gehört werden: im MEDIENTAGE-Podcast "This is Media NOW"!