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Julep: Ein neuer Marktplatz für Podcasts

13. Februar 2020

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Kein Tag ohne neuen Podcast. Und am Weltradiotag, 13. Februar, legt gleich ein ganzer Marktplatz für das Audio-Genre los: Julep. Dahinter stehen prominente Investoren. Unter anderem die Ex-ProSiebenSat.1-Manager Marcus Englert und Sebastian Weil wollen mit der neuen Plattform Podcaster und Werbekunden verbinden.

Ganz neu ist die Idee im Podcast-Markt nicht. Unter anderem das schwedische Unternehmen Acast versucht seit vergangenem Sommer, eine "Content- und Monetarisierungsplattform" für die noch junge Branche zu etablieren. Während allerdings bei Acast die Inhalte im Vordergrund stehen und Deutschlandchef Stefan Zilch schon wieder von Bord gegangen ist, legt Julep.de mit einem prominenten Team und der Kernaufgabe Vermarktung jetzt los.

Initiatoren und Investoren des Podcast-Marktplatzes sind Marcus Englert, ehemals ProSiebenSat.1-Digitalvorstand, und Sebastian Weil, Gründer des ProSiebenSat.1-Multichannel-Netzwerks Studio71. Björn Jopen, ehemaliger Geschäftsführer Ströer Social Publishing, gehört auch zum Gründungsteam, ebenso wie Manfred Neumann, der verschiedene Führungspositionen bei ProSiebenSat.1 innehatte.

Julep startet in München und Berlin.

Firmensitz von Julep ist München. Am zweiten Standort in Berlin sollen die Podcaster betreut werden. Das Ziel von Julep.de: Der Neustart will Anbieter und Kunden als Aggregationsplattform im Bereich Vermarktung zusammenführen. Nach diesem Prinzip: Ein Werbungtreibender kann sich auf Julep.de mit einem passenden Podcast "matchen" lassen. Ist seine Suche dort erfolgreich, wickelt der Vermarkter seine Kampagne vollständig ab.

Neben dem Kerngeschäft Vermarktung bietet Julep Studioleistungen wie Konzeption, Kreation oder Produktion von Podcasts an. Ins Portfolio zählen auch Branded Entertainment und Corporate Podcasts für Unternehmen und Marken.

Geschäftsführer des aktuell 15-köpfigen Teams sind Steffen Hopf und Christian Rymarenko. Auch sie sind gut vernetzt im Medienmarkt: Hopf war unter anderem elf Jahre lang für Yahoo Deutschland tätig, außerdem arbeitete er bei Vice Deutschland. Rymarenko war unter anderem Geschäftsführer des Online-Video-Networks SnackTV Media, das 2015 an Yahoo verkauft wurde. Außerdem wirkte er in verschiedenen Positionen bei Sport1 und im Digitalbereich von ProSiebenSat.1.

Als Head of Partner Management komplettiert Alexander Arndt das Team von Julep. Auch er war im ProSiebenSat.1-Konzern aktiv, unter anderem als Director Content in der ProSiebenSat.1 Digital GmbH sowie für Studio 71.

 

Das will der Neustart leisten

Julep unterstützt die aktuell rund 50 Podcaster auf der Plattform bei allen Service-Themen – Produktion, Technik, Distribution  oder auch Reichweitensteigerung. Die Podcasts selbst können auch auf allen weiteren Distributionsplattformen stattfinden. Julep will dafür sorgen, dass heruntergeladene und gestreamte Produktionen mit Werbeintegrationen versehen werden.

Co-Founder Marcus Englert sieht für Julep sehr gute Chancen im "rasant wachsenden, aber in der Monetarisierung unterentwickelten Markt". Englert: "Ich bin überzeugt, dass Julep noch in diesem Jahr zum führenden Partner für Werbetreibende und Podcaster hierzulande aufsteigen wird.“

Im Vergleich zu den USA hinken wir in Deutschland drei bis vier Jahre hinterher. Das Potenzial ist enorm.
Marcus Englert, Julep

Bisher haben vor allem klassische Audiovermarkter wie AS&S Radio oder RMS Podcasts als Werbeumfeld im Angebot. So legt sich gerade die Radiozentrale als Gattungsinitiative des werbefinanzierten Hörfunks ins Zeug fürs Werbemedium Podcast. Mit einer aktuellen Analyse belegen die Berliner, dass vor allem Sponsorings und – je nach Länge des Beitrags – mehrere Werbeanzeigen vom Podcast-Hörer akzeptiert werden.

 

Stagniert der US-Podcast-Markt?

Apropos Podcast-Nation USA: Dort beobachtet das Branchenportal Digiday erste Ermüdungstendenzen in einem überhitzten Markt. Gerade kleinere US-Anbieter würden ihr Podcast-Engagement reduzieren. Niedrige Abrufzahlen und damit einhergehend Schwierigkeiten bei der Vermarktung aufgrund fehlender Reichweiten beobachten die Autoren als mögliche Gründe.

Damit stünden viele Podcasts vor dem Problem, aufwändige Produktionen durchzufinanzieren, heißt es. Und nur mit besonderen Beiträgen könnten die Anbieter aus dem riesigen Angebot hervorstechen. Laut der US-Werbeagentur Spark Foundry gibt es inzwischen annähernd 850.000 Podcasts weltweit.

Nach Angaben von Statista sind in Deutschland im vergangenen Jahr bereits mehr als 6000 Podcasts abrufbar gewesen. Nicht einmal jeder Sechste soll Studien zufolge werbefinanziert sein, weiß das Team Julep zu berichten. Englert und Co. sind angetreten, um das mit mehr Reichweite für die Podcasts und einer professionellen Vermarktung zu ändern. 


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Der Themenbereich "Audio, Voice, Podcast" wird auch das Programm der Lokalrundfunktage 2020 am 7. und 8. Juli in Nürnberg prägen.  

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