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"Wir haben das Jahrhundert des Gehirns betreten"

18. Juli 2019

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Prof. Dr. Miriam Meckel, Mitglied der Geschäftsführung der Handelsblatt Media Group, gibt einen kleinen Zwischenstand zum Thema Künstliche Intelligenz. Als Direktorin des Instituts für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen, Preisträgerin des Cicero-Rednerpreises in der Kategorie Wissenschaft und Autorin zahlreiche Bücher, wissenschaftliche Zeitschriftenbeiträge und journalistische Artikel gilt sie als Expertin für die Veränderungen der Medienlandschaft, insbesondere für das Voranschreiten des technischen Fortschritts.

Für die Medientage gibt sie einen Einblick in die Zukunft, zeigt auf, was bereits jetzt auf dem Fachgebiet der künstlichen Intelligenz möglich ist und bezieht ebenso Stellung zu den positiven und negativen Folgen des Zusammentreffens menschlicher und künstlicher Intelligenz.

Künstliche Intelligenz ist schon lange keine "Idee" mehr

Gefühle und Gedanken sowie eine eigene Persönlichkeit waren bisher nur dem Menschen vorbehalten, doch mit dem Vormarsch der künstlichen Intelligenz kommt die Frage auf, ob nicht auch bald Maschinen in der Lage sein werden, diese Fähigkeiten des Gehirns für sich zu nutzen. Was im ersten Augenblick wie ein Science-Fiction Thriller aus Hollywood klingt, halten Forscher schon lange nicht mehr für unmöglich.

Miriam Meckel zeigt auf, dass das Internet bereits jetzt sämtliche Lebensbereiche durchdrungen hat. Nicht nur unsere Autos oder Handys sind mit dem Internet verbunden. Dank Smart-Home-Technologie ist beinahe unser gesamtes Leben mit dem Internet verknüpft. Daher stellt sich die Frage: Warum bei unserem Gehirn aufhören?

Miriam Meckel bezeichnet diese Entwicklung als das "Jahrhundert des Gehirns". Doch wie weit ist die Forschung rund um die künstliche Intelligenz schon heute?

Meckel vermittelt dies in ihrem Vortrag anhand dreier Fragenstellungen:

  1. Können wir das Gehirn lesen?
  2. Können wir Signale in das Gehirn hineinschreiben?
  3. Können wir Gehirne miteinander verbinden?

In der Medizin wird bereits seit Längerem an Verbindungen zwischen der Neurowissenschaft und Computertechnologie gearbeitet. Ein Anwendungsbereich ist beispielsweise die Arbeit mit gelähmten Menschen und elektrischen Prothesen, die durch Gedanken und neurologische Impulse gesteuert werden können. Somit wird diesen Menschen die Möglichkeit geben, irgendwann wieder selbst laufen oder die Arme bewegen zu können. Dies ist nur eines der Beispiele, wie wir inzwischen das Gehirn in Ansätzen lesen und dadurch die Lebensqualität verbessern können.

Im Laufe des Vortrags beantwortet Meckel tatsächlich alle drei Fragen anhand von Einblicken in aktuelle Forschungsprojekte mit "Ja" und gibt somit einen Zwischenstand zum Forschungsthema Künstliche Intelligenz.

Neben dem Wunder des technischen Fortschritts sollten wir als individueller "Mensch" nicht vergessen werden.

Was schon jetzt möglich ist und was die Zukunft auf diesem Gebiet bereithält, lässt sich im Rahmen des Auftritts gut erkennen. Miriam Meckel spricht von Brain-Network, Beeinflussung unserer Gefühle durch transkranielle Magnetstimulation, aber auch von Neurokapitalismus als neue Gesellschaftsform. Das Gehirn wird mithilfe technischer Unterstützung zum nächsten Wettbewerbsplatz für menschliche Produktivität.

Doch die Kommunikationswissenschaftlerin, die Ende 2018 die Herausgeberschaft der Wirtschaftswoche niederlegte und sich seither innerhalb der Handesblatt-Gruppe um den Aufbau der Digitalplattform Ada kümmert,  weist auch klar auf die Frage hin: Wollen wir das überhaupt? Schließlich bezieht sich diese Wissenschaft auf den Kern eines jeden Menschen. Beeinträchtigt dies unsere Individualität und Freiheit? Wo werden Grenzen benötigt und an welcher Stelle stellt künstliche Intelligenz für uns eine Chance dar? Wollen wir eine solche Zukunft? Mit all diesen Fragen sollte sich jeder von uns beschäftigen, so Miriam Meckel.

"Denken wir also darüber nach und entscheiden wir uns. Wir sind so frei."

Hier Miriam Meckels Vortrag auf den Medientagen München 2018

 

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