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Die neue Arbeitswelt in den Medien

16. November 2021

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Flexible Arbeitszeiten, kooperative Jobmodelle oder auch projektbasierte Teamarbeit – was bedeutet New Work für Medienunternehmen im andauernden Strukturwandel der Digitalisierung, im Wettbewerb um Marktanteile wie um Mitarbeitende –  gerade mit den Auswirkungen der globalen Pandemie? Wie sieht das Büro der Zukunft für Medienschaffende aus? Ein wichtiges Thema der MEDIENTAGE MÜNCHEN 2021.

 

Bei Spotify ist es inzwischen gelebte Realität: agiles Arbeiten. Beim Audio-Gipfel der Medientage München skizzierte Michael Krause (Foto oben), seit vier Jahren im Unternehmen und seit dem Frühjahr General Manager von Spotify, den Wandel des Unternehmens vom reinen Musikstreaming-Dienst hin zu einer Audio-Plattform, deren Mitarbeiter:innen inzwischen auf ganz Europa verteilt seien. „Wir haben unter anderem gerade eine neue Policy verkündet, wonach man auch nach der Pandemie von überallher arbeiten kann. Ein sehr flexibles Modell“, machte Krause deutlich.

Mit praktischem Nutzen für Spotify und den omnipräsenten War for Talents: Egal, welches Expertenwissen gefragt ist beim Streamer ist Know-how nicht mehr an Standorte geknüpft. Von sechs größeren Hubs aus, verteilt über ganz Europa, werden von Spotify-Teams die lokalen Kontakte zu Musik, Technik oder auch Vermarktung gepflegt. In Deutschland wachse das Team in Berlin gerade stark, vor allem im Bereich der Entwickler:innen, die dann im neuen System für das große Ganze arbeiten.

 

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Dr. Hannes Ametsreiter (Foto: MTM)

Interessante Aspekte lieferte auch Dr. Hannes Ametsreiter, CEO von Vodafone im Gespräch mit Caspar Busse von der SZ. Der Top-Manager nutzte die Lockdown-Phase, um seinen Kindern nahe sein zu können. Sein Pendeln unter der Woche ins Vodafone-Headquarter nach Düsseldorf entfiel, während sein Nachwuchs zuhause im Homeschooling gebunden war.

Ametsreiter genoss es nach eigenen Angaben sehr, mittags auch mal für seine Kinder Mittagessen zubereiten und ihnen nahe sein zu können, verriet der CEO. „Da lernt man seine eigenen Kinder besser kennen," blickte der Vodafone-Chef auf seine Remote-Phase zurück.

 

Das nenne ich einen positiven Aspekt, den es in der Corona-Pandemie gegeben hat.

Dr. Hannes Ametsreiter, Vodafone

 
"Gewohnt, mit Veränderungen umzugehen"

Allgemein gilt für die Medienbranche: Die zunehmend besser funktionierende digitale Vernetzung und vor allem die Corona-Pandemie mit teils recht erfolgreichem Wechsel zu Remote Work haben die Entwicklung neuer Arbeitsformen enorm beschleunigt.

Bei einer Expert:innen-Runde während der #MTM21 ging es um das Büro der Zukunft, um Digital Leadership und letztlich auch um daraus resultierende Chancen für junge Talente. Mitarbeiter:innen, die ihr ganzes Berufsleben in ein und demselben Büro mit eigenen Pflanzen und privaten Familienfotos auf dem Schreibtisch verbringen, gehören in der heutigen Medienwelt zu einer aussterbenden Spezies. Das weiß auch Julia Nestle, Moderatorin bei Hit Radio FFH, die das klassische Bild des Medienschaffenden alter Prägung provokant für die Eingangsstatements der Diskutierenden entwarf.

Schreibtische gebe es zwar auch bei der RTL Group noch, räumte Marc Haberland ein, der Geschäftsführer des RTL Audio Centers Berlin. Aber eigene Pflanzen und private Bilder auf den Schreibtischen passten nicht mehr in die heutige Konzeption. Sein Unternehmen habe die Arbeitsabläufe bereits vor vier Jahren im Hinblick auf eine höhere Flexibilität der Arbeit umgestaltet. Denn Arbeitsprozesse in den Medien seien zunehmend auf Begegnung ausgerichtet. Mitarbeiter:innen müssten dazu ihre Arbeit ganz automatisch immer wieder auch zu Kolleg:innen und deren Arbeitsplatz mitnehmen, verdeutlichte Haberland die Veränderungen durch das Shared-Desk-Konzept bei RTL.

MTM21-Work-Vaunet-2Marc Haberland mit Julia Nestle (Foto: MTM)

 

Bei ProSiebenSat.1 Media wird gerade der Umzug in die neuen Räume des unternehmenseigenen Mediencampus in Unterföhring vorbereitet, der kurz vor seiner Fertigstellung steht. Arbeitskolleg:innen seines Medienhauses seien deshalb eigens in die USA gereist, um sich dort für die optimale Ausgestaltung der Räumlichkeiten und Strukturen des neuen Campus inspirieren zu lassen, berichtete Marc Elbers, der bei ProSiebenSat.1 Media als Head of HR Entertainment Segment wirkt.

Auch im Mediencampus von ProSiebenSat.1 brauche man künftig mehr und besser geeignete Flächen für die Kooperation untereinander. Grundsätzlich jedoch verfüge die Medienbranche über einen gewissen Vorteil: „Wir sind es gewohnt, mit Veränderungen umzugehen und darauf zu reagieren“, sagte Elbers.

 

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Nachbarn in Unterföhring: Marc Elbers und Danja Frech (Foto: MTM).

Bei einer Bestandsimmobilie, über die das Unterföhringer Nachbarunternehmen Sky Deutschland verfügt, ließen sich derartige bauliche Veränderungen nicht so leicht realisieren, berichtete Danja Frech, Executive Vice President People & Organisation und Mitglied der Geschäftsführung des Pay-TV-Anbieters. Allerdings habe auch Sky die früheren Einzelbüros abgeschafft. Neuen und jungen Talenten könne man so „das Beste aus beiden Welten“ bieten.

Frech betonte besonders die internationale Ausrichtung ihres Unternehmens. Dadurch werde die Tätigkeit bei Sky Deutschland besonders interessant für Menschen, die gerne in einem internationalen Umfeld arbeiten. Während der Pandemie habe sich die internationale Ausrichtung von Sky als vorteilhaft erwiesen, blickte Frech zurück. So sei gerade in der Anfangszeit der Corona-Krise Italien stets etwas früher von notwendigen Veränderungen betroffen gewesen und man habe durch den Austausch mit Kolleg:innen von Sky Italia in Unterföhring ausreichend Zeit gehabt, sich entsprechend darauf vorzubereiten, was später auch in Deutschland kommen werde.

 

Grundsätzlich waren sich die Expert:innen darin einig, dass gerade in der ersten Phase der Pandemie eine transparente Kommunikation unter den Mitarbeiter:innen notwendig wurde. Die große Herausforderung in der zweiten Phase bestehe nun daraus, ein funktionierendes hybrides Arbeiten mit der virtuellen Arbeit im Homeoffice zusammenzuführen, wie es Marc Haberland formulierte. Die Arbeitswelt von morgen betrachtete Haberland voller Optimismus: „Wir machen vieles parallel und am Ende werden wir noch schöner!“

Inspirierende Beispiele für New Work in Bayern liefert übrigens gerade XPLR: Media in Bavaria, wie die Medientage München ein Unternehmen der Medien.Bayern GmbH

 


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Die Video-Aufzeichnungen vieler Sessions der 35. MEDIENTAGE MÜNCHEN sind noch bis Ende November on Demand verfügbar.

Außerdem stehen die Zusammenfassungen wichtiger Panel-Diskussionen sowie Bildmaterial in der Mediathek der Medientage-Homepage und auch im Blog der Medientage bereit.

Die Medienthemen können auch gehört werden: im Podcast der Medientage München. 

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