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#UseTheNews! GenZ will mehr Bezug zum Leben

6. November 2023

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Immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene nutzen kaum noch journalistische Nachrichtenmedien und bleiben lieber über soziale Medien wie TikTok und YouTube auf dem Laufenden. Die bundesweite Initiative #UseTheNews hat in einer Studie untersucht, wie junge Menschen mit Nachrichten umgehen. Zur Diskussion der Ergebnisse hatte die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) bei den MEDIENTAGEN MÜNCHEN eingeladen.

 

BLM_Thema_Logo"Ich weiß gar nicht, was Nachrichten mit meinem Leben zu tun haben": Diese Aussage aus Gesprächsrunden mit jungen Menschen zitierte Leonie Wunderlich (Foto oben, Quelle: Medien.Bayern GmbH) vom Leibniz-Institut für Medienforschung (HBI) als ein zentrales Ergebnis der qualitativen Studie, die sie zusammen mit Sascha Höllig im Rahmen des Projekts „UseTheNews – Nachrichten­nutzung und Nachrichtenkompetenz im digitalen Zeitalter“ durchgeführt hat.

Gerade die gering Informationsorientierten vertrauten eher Content-Creatoren wie „Herr Anwalt“ oder „Rezo“ als Informationsquelle, so die Analyse.

 

#Desinteressiert? Nicht generell: Es kommt auf das Format an

Erreichen Nachrichten die Generation Z(ukunft) überhaupt noch? Und wenn ja, wie? Was muss geschehen, um den Informationsbedürfnissen der 18- bis 24-Jährigen gerecht zu werden? Antworten auf diese Fragen gab die Panel-Runde zu #UseTheNews bei den MEDIENTAGEN MÜNCHEN.

Informationen werden beiläufig, also eher passiv und fast ausschließlich über soziale Medien wahrgenommen. Das muss aber nicht bedeuten, dass junge Menschen überhaupt nicht an Nachrichten interessiert sind. Es kommt auf das Format an, wie News verpackt und präsentiert werden, dann erreichen sie auch die Gen Z. 

„Journalistische Anbieter sollten Wege entwickeln, die Alltagsrelevanz ihrer Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene herauszustellen“, betonte Studienautorin Wunderlich, die selbst noch zur Gen Z gehört. „Nur durch gutes Handwerk sowie verlässliche Inhalte aus verschiedenen Perspektiven können wir uns von nicht-journalistischen und meinungsstarken Akteuren abgrenzen“.

Die Wünsche der Befragten an den Journalismus: „verständlicher, nicht so politisch“. Das bedeutet: mehr Bezug zum Leben, persönliche Berührungspunkte, eine verständliche Sprache, Meinungsvielfalt und Begegnung auf Augenhöhe.

 

2024: das „Jahr der Nachricht“

Genau an diesem Punkt setzt das „Jahr der Nachricht“ an, dessen Startschuss dpa-Digitalchef und Geschäftsführer der #UseTheNews gGmbh, Meinolf Ellers, auf der Bühne der MEDIENTAGE gab. Damit wolle die Initiative, so Ellers, auf den Wert verlässlicher Nachrichten in Deutschland aufmerksam machen und konkrete Projektideen vor allem für die 14- bis 24-Jährigen umsetzen.

Die vier Säulen:

  • Message,
  • activate (Social News Desk),
  • interact,
  • co-create (mit lokalen Redaktionen).

Der Social News Desk wird vor allem von jungen journalistischen Nachwuchskräften betrieben und versteht sich als Labor für die Entwicklung digitaler Informationsangebote auf Social Media.

Das Konzept sieht vor, in einer transparenten und interaktiven News-Show auf TikTok, Instagram und YouTube werktäglich zu jeweils einem Thema relevante Inhalte für die junge Zielgruppe aufzubereiten und vermitteln. Gleichzeitig soll die Show Einblicke in den Entstehungsprozess journalistischer Inhalte und Social-Media-Produkte geben. Die Zuschauer und Zuschauerinnen haben die Möglichkeit, sich in die Themen­aus­wahl einzumischen und Fragen zu stellen.

Ergänzend dazu soll es 2024 bundesweit regionale Newscamps geben, in denen Jugendliche gemeinsam mit redaktionellem Nachwuchs in die Welt des Journalismus eintauchen und eigene Inhalte produzieren.

Ein besonderes Augenmerk von #UseTheNews gilt dem Lokaljournalismus. In weiteren Modellprojekten spielen deshalb Schulkassen und Lokalredaktionen eine wichtige Rolle. Gemeinsam wählen sie Themen aus, die sich mit der Zukunft der Heimatregion und damit auch mit ihrer persönlichen Zukunft beschäftigen.

 

Medien verstehen und nutzen lernen

Solche Projekte sind das beste Beispiel dafür, wie Medienkompetenz in Schulen und Jugendeinrichtungen aktiv vermittelt werden kann, um u.a. auch das Interesse am Journalismus zu wecken. BLM-Geschäftsführerin Dr. Annette Schumacher betonte deshalb auf dem Panel, wie wichtig der Dreiklang aus Forschung, Coaching und Ausbildung im Rahmen der Medienkompetenz-Vermittlung sei. Konkrete Projekte wie der www.medienfuehrerschein.bayern.de bieten beispielsweise Information zum Umgang mit Social Media.

Dr. Roland Baumann von der Stiftung Medienpädagogik Bayern plädierte in diesem Zusammenhang dafür, den Lebenskontext der Schülerinnen und Schüler stärker einzubeziehen. Heute gehe es eher darum, statt „Zeitung in der Schule“ die Welt der Influencer darzustellen.

Die Schlussfolgerungen aus der Studie für das „Jahr der Nachricht“ liegen für dpa-Digitalchef Ellers klar auf der Hand: „Wir müssen rein in Social. Journalismus ist keine Geheimwissenschaft, sondern ein Handwerk.“ Dafür werde eben das Smartphone statt eines Hobels genutzt.

 



Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) veröffentlicht regelmäßig Beiträge zu fachspezifischen Themen im Blog der Medientage München. Die Medientage München sind eine Marke der Medien.Bayern GmbH – einer Tochtergesellschaft der BLM. 


Die Zusammenfassungen wichtiger Panel-Diskussionen sowie Bildmaterial der 37. MEDIENTAGE MÜNCHEN stehen in der Mediathek der Medientage-Homepage und auch im Blog der Medientage bereit.

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Die Medienthemen können auch gehört werden: im Podcast der Medientage München.

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