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Mehr Online, mehr Podcasts: 8 Fakten zum Online-Audio-Monitor

3. September 2021

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Mit der Corona-Pandemie hat Online Audio bei den Hörer:innen nochmals an Bedeutung zugelegt und ist inzwischen fester Bestandteil des täglichen Medienkonsums : Knapp zwei Drittel der Deutschen hören  regelmäßig online. Laut dem aktuellen Online-Audio-Monitor der medienanstalten und mehrerer Verbände nutzen 45,3 Millionen Menschen Hörinhalte, die ausschließlich im Netz verbreitet werden.

Musik, Webradio, Podcasts und Hörbücher aus dem Netz: Sie liegen im Trend und sind den Kinderschuhen entwachsen. 64,1 Prozent der ab 14-Jährigen in Deutschland zählen laut aktuellem Online-Audio-Monitor zu den regelmäßigen Nutzer:innen. Das sind der jährlichen Analyse zufolge 2,3 Millionen mehr als im Vorjahr, ein Zuwachs um 5,3 Prozent. Rund 40 Prozent der Befragten geben zudem an, während der Corona-Phase  mehr Online-Audio-Angebote genutzt zu haben.

 

Die acht wichtigsten Erkenntnisse des #OAM21 im Überblick:
  1. Was wir überwiegend hören.
    Der Studie zufolge nutzt jeweils mehr als die Hälfte der Bevölkerung gelegentlich Musikstreaming (60,1 Prozent) und Webradio (53,3 Prozent).
  2. Wo das Wachstum liegt.
    Ganz klar bei den Abrufinhalten: Gegenüber dem Vorjahr hat das Genre Podcasts um 21,3 Prozent zugelegt, Hörbücher bzw. Hörspiele um 13,9 Prozent. Sie seien in der Gunst der Hörer:innen "am stärksten gestiegen",  heißt es bei Präsentation der Zahlen - mit interessanten Details zu den Quellen:

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  3. Wie wir Audio im Netz konsumieren.
    "Online-Audio wächst in die Breite", heißt es dazu. Mit dem Wachstum der verschiedenen Angebotsformen nehme auch der Anteil derer zu, die mehrere Kanäle nutzen. So hört fast jede/r Zweite (46,9 Prozent) sowohl lineare Webradio-Angebote als auch mindestens einen On-Demand-Kanal wie etwa. Musikstreaming oder Podcasts.
  4. Wer Online-Audio nutzt.
    Vor allem die 14- bis 29-Jährigen. 89,3 Prozent der jungen Zielgruppe sind Fans. Doch die größte relative wie absolute Zunahme registrieren die Forscher in der Altersgruppe 50+ (plus 18 Prozent auf 46 Prozent). "Damit setzt sich der Trend aus dem vergangenen Jahr fort", heißt es dazu.
  5. Welche Inhalte gefragt sind.
    89,9 Prozent der Befragten hören laut Online-Audio-Monitor Musik im Netz. Online-Audio sind aber auch Nachrichten gefragt – bei knapp drei Viertel der Nutzer:innen. Das gilt auch die jungen Hörergruppen. Laut #OAM21 rangieren News bei 14- bis 29-Jährigen auf dem Platz zwei hinter Musik (68,5 Prozent).
    Werden Online-Inhalten zum Hören abgerufen, sind Wissens- und Unterhaltungsinhalte sowie Hörspiele beliebter.
  6. Wo wir hören.
    Am häufigsten wird Online-Audio mittlerweile unterwegs im Auto gehört (63,2 Prozent; plus 8 Prozent). Hören wir zuhause, dann am ehesten neben der Hausarbeit (61,4 Prozent). Aus Sicht der Studienverfasser:innen "besonders beachtenswert" bei der Nutzung zu Hause ist, dass ein gutes Drittel der Befragten (36,4 Prozent) Online-Audio-Inhalte (auch) ohne Nebenher-Beschäftigung nutzt.
    "Die volle Konzentration auf den Audio-Inhalt verweist damit alle weiteren Nebenbei-Tätigkeiten bzw. Situationen auf die Plätze“, heißt es.
  7. Womit wir hören.
    Mindestens einen Smart Speaker besitzt mittlerweile jede:r vierte Online-Audio-Hörer:in. Über diese Geräte werden vor allem digitale Audio-Inhalte auf Abruf gehört – vor allem zu diesem Zweck stehen Amazons Alexa und Co. übrigens in den Haushalten. Deshalb wachsen auch Online-Angebote von Radiosendern (plus 13 Prozent) und Simulcast-Angebote (plus 5 Prozent).
  8. Wo der Trend hingeht.
    20,9 Millionen ab 14-Jährige hören Podcasts und Radiosendungen inzwischen auf Abruf – ein Plus von 3,6 Millionen bzw. 21 Prozent gegenüber dem Vorjahres-OAM. "Info- und Wissenssendungen bleiben zwar der beliebteste Podcast-Inhalt, doch alle Genres können sich über Reichweitengewinne freuen", heißt es. Das gelte nicht zuletzt für Nachrichten, die im Vergleich zum Vorjahr 0,9 Millionen zusätzliche Interessierte auch als Podcasts erreichen.

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Auftraggeber der von mindline media durchgeführten Studie sind die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM), die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb), die Medienanstalt für Baden Württemberg (LFK), die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen, der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW), VAUNET – Verband Privater Medien und der Vermarkter Radio Marketing Service (RMS).

Ihr Fazit nach Präsentation der Zahlen auf einer gemeinsamen Online-Veranstaltung lautet: "Der Online-Audio-Monitor 2021 zeigt: Wir sind in der Zukunft der Audio-Nutzung angekommen.

Was zu tun ist

Die große Beliebtheit von Online-Audio und die Veränderungen beim Konsum von Hörinhalten bringen neue Herausforderungen mit sich. Für BLM-Präsident Siegfried Schneider etwa zeigt die zunehmende Relevanz der Smart Speaker exemplarisch: "In der Nutzung führt kaum ein Weg an den großen Plattformen vorbei. Deshalb ist es eine wichtige Aufgabe der Medienpolitik und Regulierung, die chancengleiche Auffindbarkeit von Radio- und Audioinhalten auch online zu sichern."

FFH-Geschäftsführer Marco Maier, Vorsitzender Fachbereich Radio und Audiodienste ist es "ein wichtiges Anliegen, dass die einfache Auffindbarkeit unserer Angebote sichergestellt wird". Und für Björn Kaspring, Stellvertretender Vorsitzender der Fokusgruppe Audio im BVDW, machen die starken Nutzungszahlen deutlich: "Für Werbungtreibende wird ein Mix von Online-Audio-Kanälen damit einmal mehr ein unumgänglicher Bestandteil ihrer Mediastrategie.“

Der Online-Audio-Monitor untersucht bevölkerungsrepräsentativ die Online-Audio-Nutzung der ab 14-Jährigen in Deutschland. Insgesamt wurden 8213 CATI- und CAWI-Interviews per Festnetz oder Mobiltelefon im Zeitraum zwischen 24. April bis 23. Juni 2021 realisiert.

 


Die MEDIENTAGE MÜNCHEN finden dieses Jahr vom 25. bis 29. Oktober erstmals als hybrides Event statt. Sie stehen unter dem Motto New Perspectives. Dabei blicken wir auf die Zeit nach der Corona-Pandemie und zeigen neue Perspektiven sowie Geschäftsmodelle der Medienanbieter auf, Audiostrategien werden im Rahmen verschiedener Panels thematisiert.

 

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