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Mit Commerce Content digitale Printerlöse ankurbeln

7. Januar 2020

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Digitale Erlöse ersetzen bei Printmarken die Rückgänge aus dem analogen Stammgeschäft (noch) nicht. Doch richtige Zuwächse sind nur noch digital möglich – sei es, dass mehr Paid-Content-Angebote ihre Abnehmer finden oder online Zusatzgeschäft abgeschöpft wird.
Zu Letzterem zählt Commerce Content. Dabei wird der gute alte Gutschein ins Digitale übersetzt. Ein Anbieter mit raschem Kunden- und Umsatzwachstum ist die Global Savings Group. Mitgründer Andreas Fruth legt im Interview mit dem Medientage-Blog dar, wie Medien und Werbetreibende damit umgehen und davon profitieren können.

 

Herr Fruth, Springer-Chef Mathias Döpfner hat bereits vor einigen Jahren gefordert, guter Journalismus müsse durch neue und vor allem digitale Geschäftsmodelle in Medienhäusern quer subventioniert werden. Haben Verlage diese Idee begriffen beziehungsweise aufgegriffen?

Ja, denn die Verlage haben in den vergangenen Jahren tatsächlich neue Geschäfts- und Monetarisierungsmodelle entwickelt. Dazu gehören der Ausbau des Programmatic Advertising, Paywalls und digitale Abo-Modelle, Transaktionsumsätze über Commerce Content sowie Value Added Services wie Konferenzen oder spezielle Magazine.

Gerade der Commerce Content gehört dabei sicherlich zu den bedeutendsten Wachstumshebeln für viele Medienhäuser. Commerce Content beschreibt Shopping-relevante Inhalte, die einem Nutzer helfen sollen, bessere Einkaufsentscheidungen zu treffen. Ein weiteres Ziel solcher Inhalte ist es für Werbetreibende, Umsätze und Transaktionen zu generieren, die erfolgsabhängig vergütet werden. 

Im Unterschied zu klassischer Werbung ist Commerce Content jedoch immer ein natürlicher Bestandteil des Kaufprozesses eines Kunden. Andreas Fruth

Heute suchen Konsumenten für eine breite Anzahl von Produkten aktiv digitale Inhalte, bevor sie einen Kauf tätigen. Von Produktinformationen oder Händlerinformationen über Produkt- und Preisvergleiche hin zu Rabattaktionen, Gutscheinen oder Cashback – die Palette an digitalen Inhalten zur Verkaufsförderung ist weit gefächert.

Die Investitionen in Commerce Content sind für Medienhäuser aus zwei Gründen ein logischer Schritt. Zum einen sind für viele Publikationen Informationen rund um die Themen Shopping, Finanzen, Geld, Sparen usw. schon seit jeher ein wichtiger redaktioneller Inhalt für ihre Leserschaft. Zum anderen gehören gezielte und breit gestreute Werbung über Anzeigen, Banner, Inlays oder Beilagen schon immer zur kommerziellen Strategie der meisten Medienhäuser, um ihre journalistischen Aktivitäten zu finanzieren.

Auf den Digital-Angeboten der Verlage lassen sich nun diese beiden Elemente durch Commerce Content verbinden. Kurz: Wir verknüpfen die klassischen Stärken der Medienhäuser, also ihre Reichweite und ihr Wissen über Zielgruppen, mit modernen Inhalten und Werbeformen.

 

Ihre Idee heißt also Commerce Content. Wer profitiert dabei - und wie?

Die Commerce-Content-Partnerschaften haben sich längst zu einer wichtigen Einnahmesäule der Medienhäuser entwickelt. Die Zahlen sprechen dabei eine eindeutige Sprache. So erreicht beispielsweise das gemeinsame Commerce-Content-Portal der Global Savings Group und der Daily Mail im Schnitt drei Millionen Besucher pro Monat. Insgesamt generiert GSG pro Jahr mittlerweile mehr als 26,5 Millionen Kaufabschlüsse für Werbekunden und sorgt für einen Umsatzanstieg bei den Kooperationspartnern von bis zu 20 Prozent.

Die Attraktivität für Werbetreibende liegt natürlich zunächst mal in der Generierung und Steigerung von Verkäufen. Commerce Content ist aber auch darüber hinaus interessant, da Inhalte aktiv vom Konsumenten gesucht und gelesen werden, während klassische Werbebanner eher als störend empfunden und daher auch häufig per Ad-Blocker ausgeblendet werden.

Anbieter wie wir helfen, Kaufentscheidungen signifikant zu beschleunigen. Zudem verspricht die Kooperation mit Medienhäusern hohe Reichweiten für Werbetreibende und ein attraktives Werbeumfeld.

Auf der anderen Seite profitieren auch die Nutzer – und das mehrfach: Mit Deals und Gutscheinen sparen sie bares Geld beim Einkaufen. Bei Tests, Vergleichen oder Empfehlungen erhalten sie zudem Unterstützung, eine fundiertere Kaufentscheidung zu treffen. Dem nicht genug, helfen wir ihnen mit unseren Inhalten, überhaupt erst interessante Produkte und Angebote zu finden.

 

Das Produkt an sich ist nicht neu. Gutscheine wurden bereits im analogen Zeitalter eingelöst, Affiliate Marketing hat sich im Digitalen etabliert. Was macht Commerce Content aus?

Grundsätzlich steht das Schlagwort für Shopping-nahe, digitale Inhalte, die einem Nutzer bei einer Kaufentscheidung und den Werbetreibenden gleichzeitig aber auch beim Verkaufen helfen sollen. Die Besonderheit von Commerce Content liegt nun darin, dass diese Inhalte immer Teil einer Consumer Journey sind und den Nutzer nicht beim Konsumieren anderer Inhalte unterbrechen.

Konkret bedeutet das, dass die Commerce-Content-Angebote redaktionelle Inhalte wie Produkttests oder Service-Texte mit passenden Rabatt-Angeboten oder Gutscheinen verbindet. Dazu kooperieren wir mit großen Medienhäusern, wie zum Beispiel Burda mit Focus Online, mit L’Express oder Le Monde in Frankreich, aber auch mit den US-Giganten CNN und Business Insider.

 

Für welches Umfeld ist Commerce Content besonders geeignet?

Commerce Content wird idealerweise vollständig in die Markenwelt und Strategie von Publishern eingebettet. Gerade Medien, die ihrer Zielgruppe schon immer zahlreiche Shopping-nahe Inhalte anbieten, können mit den verschiedenen Formaten im Commerce Content gute Erfolge erzielen.

Dabei ist es sinnvoll, dass eine Marke, die vom Nutzer als relevant und zuverlässig im Bereich Shopping angesehen wird, auch weitergehende Inhalte für die Zielgruppe anbietet. Das Magazin The New Yorker geht sogar so weit, dass es inzwischen eigene Offline-Stores eröffnet und dort die besten Empfehlungen aus der Online-Redaktion verkauft.

 

Die Digitalisierung schreitet voran – mit welchen neuen Formen entwickelt sich Commerce Content weiter?

Gerade in unserem Geschäftsumfeld, dem Aufbau von Commerce-Content-Kooperationen zwischen spezialisierten Lösungsanbietern und Medienhäusern, ist viel Bewegung zu beobachten. Vor allem im englischsprachigen Markt, aber auch zunehmend in Deutschland, sind in den letzten Jahren zahlreiche Formate entstanden, wie etwa Insider Coupons, Produktvergleiche wie bei Focus Online oder Prospekte wie bei meinestadt.de.

Wir beobachten diesen Trend auch bei den zunehmenden Stellenangeboten für Commerce-Content-Editoren bei Medienmarken weltweit. Medienhäuser bringen neue Angebote entweder über eigene Teams oder Partnerschaften voran.

Gerade in den letzten Jahren, nicht zuletzt über Technologien von Anbietern wie der Global Savings Group, ist aber auch ein Trend zur Personalisierung für den Endkunden zu beobachten. So sind zum Beispiel im Bereich Gutscheine Werbekunden bereit, bessere Angebote an selektive Zielgruppen auszuspielen. Neue Technologien ermöglichen es hierbei, auf Zielgruppen zugeschnittene Angebote zu generieren oder aber bestimmte, zum Einkaufsverhalten passende Produkte dem Endkunden über Rabatte schmackhaft zu machen. Gerade in diesem Umfeld erwarten wir zahlreiche Innovationen in den nächsten Jahren.

 

Dr. Andreas Fruth ist Gründer und Managing Director der Global Savings Group (GSG), einer in über 20 Ländern tätigen Pub-Tech-Plattform für Commerce Content. Nach fünf Jahren bei McKinsey wechselte Fruth zu Rocket Internet und launchte die Online-Shopping-Plattform Lazada Vietnam. 2012 gründete Fruth gemeinsam mit Gerhard Trautmann und Adrian Renner die Global Savings Group mit inzwischen rund 400 Mitarbeitern. Das Unternehmen betreibt mehr als 100 digitale Commerce-Content-Angebot in Partnerschaft mit Publishern weltweit.

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