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News-Podcasts: Kompass für den Krisenmodus

12. Februar 2026

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Podcasts sind aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Aktuelle Studien zeigen, wie stark sich das Medium professionalisiert hat, gerade wenn es um Information und Orientierung geht. Ein Effekt der Entwicklung ist, dass sich immer mehr Nachrichten-affine ältere Zielgruppen dem Medium zuwenden.



Im Kern sagt die neue Seven.One-Audio-Studie: News-Podcasts sind 2025 das meistgehörte Genre im deutschsprachigen Raum. Sie lassen den Münchnern zufolge sogar Comedy und True Crime hinter sich. 

Quelle: Seven.One Audio, Podcast-Studie


Ihre Nutzung wächst laut dem ProSieben-Sat.1-Podcast-Vermarkter rasant – von gut elf Millionen validen Downloads 2021 auf knapp 40 Millionen Ende 2025; die monatlichen Plays steigen innerhalb eines Jahres um zwölf Prozent auf 191 Millionen. Gefragt sind bei Nachrichtenangebote via Podcast vor allem Themen aus Gesellschaft und Kultur, Politik und Wirtschaft. 

SOA_Podcast_Studie_ThemenQuelle: Seven.One Audio, Podcast-Studie

 

Getrieben wird der Zuwachs fürs Genre aus Sicht der Studienautor:innen vor allem von einem gesellschaftlichen Klima permanenter Krisen – vom Ukraine-Krieg über Donald Trump im Weißen Haus bis zur wirtschaftlichen Unsicherheit.

Hörer:innen würden bei News-Podcasts wie "Apokalypse& Filterkaffee" oder "Gysi gegen Guttenberg" einen verlässlichen "akustischen Kompass" suchen, wie Alexander Krawczyk, Senior Vice President bei Seven.One Audio, zitiert wird. Diese Angebote stehen exemplarisch für einen gefragten Mix aus Einordnung, Meinung und zugänglicher Gesprächsatmosphäre.

Wer hört News – und warum ist das für Werbung spannend?

Die Seven.One-Daten zeichnen ein klares Profil: News-Podcasts sind ein Medium der Älteren und Etablierten. 25 Prozent der 60-bis 69-Jährigen und 22 Prozent der 50- bis 59-Jährigen hören demnach regelmäßig News-Podcasts, während die 18- bis 29-Jährigen mit 13 Prozent deutlichzurückliegen.

Dazu kommt ein überdurchschnittlich hoher Männeranteil von 58 Prozent, ein hoher Bildungsgrad – gerade bei den 18- bis 49-Jährigen – und ein überproportional hoher Anteil an Personen mit mehr als 4500 Euro Netto-Einkommen pro Monat.

260209_71Audio_News-Podcast-StudieSeven.One Audio legt einmal mehr eine Podcast-Studie vor (Quelle: Unternehmen)


Besonders relevant aus Sicht des Vermarkters von Werbezeiten: Unter den Ü50-Hörer:innen sind deutlich mehr Menschen in Führungspositionen als in anderen Podcast-Genres. Genau diese Gruppe bringt dem Werk zufolge eine hohe Zahlungsbereitschaft, starke Markenaffinität und ein ausgeprägtes Informationsinteresse mit, attestiert Seven.One Audio dem Genre.

Werbung profitiert dabei von einem Vertrauensbonus: Ein Viertel der 18- bis 29-Jährigen vertraut Produktempfehlungen in Podcasts stärker als in anderen Medien. Podcast-Werbung wird laut Seven.One Audio zudem als Beitrag zur Finanzierung journalistischer Inhalte verstanden – nicht als Störfaktor.

Die Studie wurde von Seven.One Audio in Auftrag gegeben und von PayBack/Seven.One Advertising and Consumer Research durchgeführt. Befragt wurden Erwachsene im Alter von 18 bis 69 Jahren mittels Online-Interviews anhand eines strukturierten Fragebogens. Die Erhebung fand vom 15. bis 23. Oktober 2025 statt. Insgesamt wurden 1643 Personen befragt, darunter 313 Nicht-Podcasthörer:innen und 1330 Podcasthörer:innen.

Gesamtmarkt: Podcast wächst und ergänzt den Medienmix

Die ARD/ZDF-Medienstudie 2025 hat diese Entwicklung bereits eingeordnet: Nach Jahren der Stagnation wächst die Podcast-Nutzung in Deutschland wieder – getrieben vor allem von den Altersgruppen 50 bis 69 und 70plus. Hier steigen regelmäßige Nutzung, Tagesreichweite und Nutzungsdauerdeutlich, während die 14- bis 29-Jährigen zwar nach wie vor am affinsten sind, aber nicht mehr allein den Markt prägen.

Zugleich bleibt lineares Radio (mit Ausnahme der unter 30-Jährigen) der wichtigste Audiokanal: Podcasts werden aber auch hier mehr und mehr Teil des Medienalltags.

Über alle Altersgruppen hinweg ist die Tagesreichweite von Podcasts im vergangenen Jahr auf 14 Prozent gestiegen (plus drei Prozentpunkte). Immer mehr Menschen gehen dazu über, lineares Radio und Podcasts zu kombinieren (27 Prozent über alle Altersgruppen hinweg). Damit ist der Podcast kein Nischenphänomen mehr, sondern ergänzt das tägliche Hören fest.

Ein Fakt zum Medienmix, den auch die Seven.One-Audio-Studie für den Konsum von Nachrichten bestätigt:

SOA_Podcast_Studie_MedienmixQuelle: Seven.One Audio, Podcast-Studie

 

 

Internationale Perspektive: Vertrauen, Tiefe, Bindung

International bestätigen die Forschenden von Pew, Reuters Institute und Edison den Trend: Podcasts sind längst fest eingeplant, wenn Menschen Medien und Nachrichten nutzen wollen.

In den USA wenden sich laut Edison so viele Menschen wie nie zuvor Podcasts zu; wöchentliche Nutzung und die Durchdringung im Mainstream erreichen neue Höchstwerte. Pew zeigt parallel, dass Podcasts für viele zu einer regelmäßigen News-Quelle geworden sind. Dabei erreicht das Hör-Genre ein Vertrauensniveau, das je nach Zielgruppe mit klassischen Nachrichtenplattformen konkurrieren kann.

Das Reuters Institute beschreibt News-Podcasts als Format für Tiefe und Kontext: Nutzer:innen schätzen ausführliche Erklärungen, Hintergründe und das Einordnen komplexer Themen, oft in dialogischen oder magazinartigen Formaten.

Deutlich wird über alle Studien hinweg: Podcasts für Information und Orientierung füllen die Lücke zwischen schnellen Push-Nachrichten und langen Artikeln. Sie begleiten den Alltag im Auto, in der Küche, auf dem Weg zur Arbeit oder beim Spaziergang. Die Hör-Angebote schaffen in engem Kontakt zu den Absender:innen Routinen, die starke Bindungen entstehen lassen.

 


Auch wenn die MTM als Konferenz bis zum 21. Oktober 2026 pausieren: Wir bleiben präsent! Die Zusammenfassungen wichtiger Panel-Diskussionen sowie Bildmaterial der 39. MEDIENTAGE MÜNCHEN stehen im Info-Bereich der MEDIENTAGE-Homepage und auch im MTM-Blog bereit. Bilder für den Download (Quelle: Medien.Bayern GmbH/MEDIENTAGE MÜNCHEN) sind in der Mediathek zu finden.



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