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17. September 2021

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Was ist geblieben vom starken Corona-Effekt im Bewegtbildmarkt? Unter anderem darüber gibt der Convergence Monitor 2021 Auskunft, den das Marktforschungsinstitut Kantar auch in diesem Jahr im Auftrag der AGF Videoforschung erhoben hat. Zentrale Erkenntnisse lauten: Vor allem Unterhaltendes wird abgerufen, Mediatheken werden bei allen Altersgruppen beliebter und TikTok vergrößert seine Fan-Schar deutlich.

 

„Wenn die Deutschen das Internet nutzen, konsumieren sie wie bereits im Vorjahr zu einem Drittel der Zeit Videoinhalte – je jünger, desto lieber“: Der aktuelle Convergence Monitor 2021 belegt erneut die Beliebtheit von Streaming und Co.

Dabei ist Online-Video keine Frage des Alters, wenn auch mit Unterschieden in der Nutzung: So liegt der Anteil bei den 14- bis 29-Jährigen stabil bei knapp über 40 Prozent, bei den 30- bis 49-Jährigen bei 35,2 Prozent (2020: 33,7 Prozent).

„Bei älteren Zielgruppen über 50 Jahre hat der Videokonsum nach einem starken Corona-Effekt im vergangenen Jahr wieder leicht nachgelassen“, heißt es in dem Werk, das die AGF Videoforschung der Sender bei Kantar in Auftrag gegeben hat. Insgesamt habe sich die Online-Bewegtbildnutzung stabilisiert; rund drei Viertel der Deutschen sehen sich demnach mindestens einmal im Monat Video-Inhalte an.

Vor allem Unterhaltung ist angesagt, wenn wir kostenpflichtige Bewegtbildinhalte on Demand nutzen. Mit 33,9 Prozent liegt die Nutzung von Serien, Filmen und Dokumentationen der Studie zufolge weiter und noch deutlicher an der Spitze (2020: 30,7 Prozent).

An Bedeutung gewinnt dabei der Sport, der in den vergangenen Jahren ein wachsendes Streaming-Angebot verzeichnet: 7,2 Prozent (2020: 4,9) der Bewegtbildnutzer:innen begeistern sich laut AGF für Video-on-Demand-Content zu Fußball oder Formel 1 und damit für die Anbieter Dazn, Sky, Eurosport Player oder Magenta Sport.

Kerstin Niederauer-Kopf, Vorsitzende der Geschäftsführung der AGF Videoforschung, geht davon aus, dass hier noch Luft nach oben ist: „Die Inhalte treiben bekanntlich die Nutzung, daher bleibt es spannend zu beobachten, ob sich die Sportbegeisterung im VoD-Markt noch weiter ausbauen lässt.“

 

Mediatheken werden beliebter

Die Mediatheken der klassischen TV-Anbieter – ARD Mediathek, ZDF Mediathek, TV Now oder Joyn – werden bei allen Altersgruppen beliebter. Sie legen in der monatlichen Nutzung auf 29,9 Prozent zu (2020: 28,5 Prozent). Inzwischen haben 57,2 Prozent der Befragten schon mal die Mediatheken ausprobiert (2020: 54,1 Prozent). Fast jede:r Zweite hat demnach bereits aus mehr als einer Mediathek Programminhalte ausgewählt.

„Mit Abstand am bekanntesten sind mit jeweils über 90 Prozent die Angebote der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF. TV Now der RTL-Gruppe kennen zwei Drittel der Nutzer, das später gestartete Joyn von ProSiebenSat.1 und Discovery Deutschland kommt auf 58 Prozent“, wertet die AGF die Ergebnisse aus.

Auch das „Wie“ verändert sich: Über den großen Bildschirm werden bereits von 42,5 Prozent die Mediatheken-Inhalte abgerufen. Via PC, Laptop und Smartphone geht die Nutzung leicht zurück.

„Längst ist der non-lineare Abruf von Bewegtbildinhalten kein Phänomen der jungen Zielgruppen mehr“.

Kerstin Niederauer-Kopf, AGF Videoforschung

 

Vielmehr zeige sich inzwischen ein relativ ausgeglichenes Bild mit nachvollziehbaren Ausprägungen, verdeutlicht die AGF-Chefin. So haben die Mediathek-Angebote der kommerziellen TV-Anbieter eine eher jüngere Seher:innenschaft, mit einem Peak bei den 14- bis 29-Jährigen, während die Öffentlich-Rechtlichen über alle Altersgruppen hinweg genutzt werden.

An der klaren Dominanz von Netflix bei kostenpflichtigen Streaming-Angeboten rüttelt auch der Convergence Monitor 2021 nicht. 33,9 Prozent der Befragten nutzen den Dienst, gefolgt von Amazons Prime Video (26,8 Prozent), von Disney+ (7,9 Prozent) und Sky (4,6 Prozent). Bei Sportinhalten führt DAZN das Feld an (5,0 Prozent), vor Sky (4,3 Prozent), Eurosport Player (2,2 Prozent) und Magenta Sport (0,8 Prozent) der Deutschen Telekom.

Die 14- bis 29-Jährigen sind die Hauptkund:innen von Netflix, Amazon Prime oder Disney+, während Sky seine Stärken im Segment der 30- bis 49-Jährigen hat.

Hier eine Übersicht:

 

AGF-Connected-Streamer

 

 

Wie steht es ums vernetzte Fernsehen?

Das Plus bei Spielekonsolen, die die AGF inzwischen in einem Drittel aller Haushalte vorfindet, erklären die Forscher:innen damit, dass während der Corona-Lockdowns das Bedürfnis nach Entertainment gestiegen sei. Sie werden zunehmend mit TV-Geräten verbunden und machen damit auch Fernsehgeräte internetfähig, die vorher nicht online waren.

Inzwischen kann in 55,2 Prozent aller Haushalte von Connected TV gesprochen werden (2020: 52,0 Prozent) – Tendenz weiter steigend. „Damit steigt auch die Nutzung von Internet-Angeboten auf dem Fernsehgerät und liegt aktuell bei rund 36,7 Prozent“, so die Analyse.

Videoclips stehen alles in allem unverändert hoch im Kurs (52,6 Prozent) gefolgt von Videos über Soziale Netzwerke (44,9 Prozent). Der Convergence Monitor 2021 macht auch deutlich, wie sich der Bewegtbildkonsum dort verändert. Schon 16 Prozent derjenigen, die mindestens einmal im Monat kostenlose Videoclips und Videos über Soziale Netzwerke abrufen, nutzen dabei TikTok (Platz 5). Auch Twitch aus dem Amazon-Reich ist im Aufwind und erreicht 5,1 Prozent. Nach beiden Netzwerken wurde in der Studie erstmals gefragt.

Der Nutzeranteil von Platzhirsch YouTube geht indes zurück, liegt aber immer noch bei 84,5 Prozent (2020: 91,2 Prozent). Videos über WhatsApp liegen stabil bei 68,6 Prozent, Facebook bei 54,7 Prozent (plus 1,8 Prozentpunkte).

Zur Studie

Für die Studie hat Kantar in diesem Jahr 1569 Personen im Alter zwischen 14 und 69 Jahren befragt. Nachdem 2020 Corona-bedingt nur telefonische Interviews (CATI) möglich waren, konnten in diesem Jahr die Erhebungen wieder über Face-to-Face-Interviews zwischen 30.März und 16. Mai erfolgen. Grundgesamtheit ist dabei die deutschsprachige Wohnbevölkerung beziehungsweise Haushalte mit mindestens einer Person zwischen 14 und 69 Jahren in Deutschland.

In Zukunft will die AGF Videoforschung, die erst im vergangenen Jahr den seit 2008 erhobenen Convergence Monitor von Kantar übernommen hat, das Bewegtbild-Verhalten der Deutschen noch genauer abbilden:

 


Mit einem ausführlichen Programm in Zusammenarbeit mit unseren Partnern MEKmedia und der Deutschen TV-Plattform wird das MEDIENTAGE Special Connect! The Future of TV Ende Oktober Teil der MEDIENTAGE MÜNCHEN sein, Kerstin Niederauer-Kopf zählt zu den Referent:innen.. Dort wird dann auch zum zweiten Mal der Connect! The Smart TV Award verliehen.

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Die MEDIENTAGE MÜNCHEN finden dieses Jahr vom 25. bis 29. Oktober statt. Sie stehen unter dem Motto 
New Perspectives. Dabei blicken wir auf die Zeit nach der Corona Pandemie und zeigen neue Perspektiven und Geschäftsmodelle auf.


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