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Wann wird eigentlich gestreamt?

21. Januar 2020

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In vielen deutschen Wohnzimmern ist der Zugang zu Streaming-Plattformen längst Normalität. Damit geben Netflix, Amazon oder auch TV Now den Deutschen zunehmend den Takt vor, wie sie ihre Freizeit vor dem großen Bildschirm gestalten. Eine exklusive Auswertung von Justwatch.com für den Blog der Medientage München zeigt: Die Quellen mögen andere sein. Das Zuschauerverhalten verändert sich beim Wechsel vom klassischen TV hin zum Abruf aus dem Internet nur unwesentlich.

 

"Die meisten Streamer streamen von Freitag bis Sonntag. Am Mittwoch verzeichnen wir die wenigsten Streamer. Bricht man dies noch auf Uhrzeiten herunter, ist ein Peak um 20 Uhr zu erkennen. Das Wachstum zum Peak beginnt ab 15, 16 Uhr." So fasst Leonard Brahm von Justwatch.com das Nutzerverhalten der Streaming-Fans zusammen. Das Team der Suchmaschine für Filme und Serien hat exklusiv für den Blog der Medientage durchleuchtet, was wann gestreamt wird.

Das Verhalten, das Brahm für Streaming-Fans skizziert, ähnelt bekannten Nutzerstrukturen: Die AGF Videoforschung der klassischen deutschen Senderfamilien zeichnet seit Jahren vergleichbare Muster fürs Fernsehen. Zuletzt, fürs Jahr 2019, allerdings mit einer leichten zeitlichen Verschiebung im Tagesablauf: Die TV-Nutzung erreicht erst gegen 21 Uhr ihren Peak.

Doch zurück zum Streaming. Laut Leonard Brahm von Justwatch.com gibt es eine Tendenz in den Zielgruppen: "Mit einem sehr geringen prozentualen Anteil verzeichnen wir mehr männliche Nutzer."

Beim Blick ins Ranking wird schnell klar, dass die Fan-Gemeinden bestimmter Stoffe rasch zuschlagen, wenn "ihre" Serie oder "ihr" Film auf den Streaming-Portalen auftaucht. So wird etwa in der Beispielwoche vom 30. Dezember 2019 bis zum 5. Januar 2020 die Fantasyserie "The Witcher" bereits auf Platz drei der am häufigsten gesehenen Produktionen gelistet. In der Woche darauf erreicht die am 20. Dezember 2019 von Netflix veröffentlichte Reihe sogar Platz eins und verdrängt die Serie "Lost in Space" von der Top-Position.

Ebenfalls stark nachgefragt rund um den Jahreswechsel: Staffel 2 der US-Serie "YOU", die Science-Fiction-Produktion "Salvation" bei Netflix, die beim Streaming-Guide Justwatch.com gut bewertete Action-Reihe "Fast & Furious – Spy Racers", die Drama-Serie "His Dark Materials" oder auch diverse Staffeln der Produktionen "The Expanse", "Vikings" und "4 Blocks" bei Amazon Prime Video. Wobei Letztere als einzige deutsche Produktion aus den Top-5- hervorragt.

 

Was auf den Plattformen der TV-Sender punktet

So viel zu der Auswertung von Justwatch.com, Streaming-Guide mit einer Präsenz in über 30 Ländern weltweit. Seit die AGF nicht mehr nur TV-Forschung, sondern umfassende Videoforschung betreibt, gibt es auch von "offizieller“ Seite eine Art "Quote" fürs Streaming, die sich auf streamende Ableger der Senderfamilien und die Mediatheken konzentriert.

In der Vergleichswoche vom 30. Dezember 2019 bis zum 5. Januar 2020 waren in den "Hitlisten Videostreaming" der AGF der Livestream von Sport1 mit vielen Sportevents rund um den Jahreswechsel oder die Fiction-Highlights wie "Das Boot" (Sky-Produktion in der ZDF-Mediathek) und "Tatort" (ARD-Mediathek) die am stärksten abgerufenen Inhalte.

Ersichtlich wird aus den diversen Auswertungen: Streaming wird vom Publikum sehr stark angenommen. Belegt hat das auch kürzlich eine Kantar-Studie im Auftrag der AGF. In den USA greift Streaming inzwischen die Konsumentengelder zum großen Teil ab: Zwei Drittel der Entertainment-Ausgaben in Haushalten wird in Netflix und Co. gesteckt. Auch wird immer mehr Zeit ins Streaming investiert. 

Die Anbieter reagieren - und legen nach. Gerade eben wurde verkündet, dass der geplante Streamingdienst von NBC Universal in den USA am 15. Juli offiziell an den Start geht. Neben der Gratis-Version gibt es zwei Abo-Varianten für 4,99 beziehungsweise 9,99 Dollar pro Monat. Ein Kampfpreis, wie ihn neuerdings auch Apple TV+ und Disney+ vorlegen. Apple ist seit November im Markt, Disney schickt seinen Ableger in Europa am 24. März online. 6,99 Euro will der US-Konzern im Monat für den Service haben.

Auch in Frankreich läuft es gut aus Sicht der Anbieter. Der Videostreamingdienst Netflix, dessen Wachstum sich im Heimatland USA verlangsamt, will 2020 rund 100 Millionen Euro in lokale französische Produktionen stecken. Allen die Zahl der Abonnenten in Frankreich kletterte seit Start im Jahr 2014 auf inzwischen 6,7 Millionen.

Hierzulande stehen die Zeichen auch bei den hiesigen Anbietern auf Wachstum. Im IVW-Ranking legen die Streaming-Adressen deutlich zu. Joyn, im Sommer 2019 gelaunchtes Streaming-Joint-Venture von ProSiebenSat.1 und Discovery, hat jüngst weitere Kennziffern verbreitet:

 

 

Einen Rundumblick auf StreamingSmart TV, vernetzte Fernsehwerbung und die Zukunft von Bewegtbild bietet das MEDIENTAGE Special "Connect! The Future of TV“ am 22. April 2020 in München.

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