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"Lasst uns die Zukunft gestalten und nicht aussitzen"

25. Oktober 2023

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Rund um das Motto der 37. MEDIENTAGE MÜNCHEN - Intelligence - haben hochkarätige Branchenvertreter:innen bei der Eröffnungsveranstaltung im House of Communication die Disruption durch KI in den Mittelpunkt ihrer Keynotes und Diskussionsbeiträge gestellt.
Ein Fazit des diesjährigen MEDIENTAGE-Gipfels könnte lauten: Mit Augenmaß, in einem fairen regulatorischen Rahmen und vor allem gemeinsam sollte die Herausforderung angenommen werden - aber: Wir sollten es tun!

 

BLM-Präsident Dr. Thorsten Schmiege ordnet im Rahmen des diesjährigen MEDIENTAGE-Gipfels KI ambivalent ein. Es es sei „nicht die größte Errungenschaft unserer Zivilisation“. Doch KI werde die Welt nachhaltig verändern, wenn auch nicht auslöschen – „aber wir können es nicht aussitzen. Wir müssen KI gestalten und Leitplanken setzen“, so der oberste bayerische Medienwächter. Die Herausforderung aus seiner Sicht ist es, den "Ermöglicher von Innovationen" klug rechtlich auszugestalten.

Ähnlich argumentiert Staatsminister Dr. Florian Herrmann; er gesteht der KI „wie allen neuen Technologien“ eine gewisse „Janusköpfigkeit“ zu. Die Medien sieht er indes gut dafür gerüstet, die neuen Aufgaben anzunehmen: „Die Kreativität, die in Medienhäusern steckt, wird helfen, die Herausforderungen zu meistern“, so der Staatskanzleichef, der bei den #MTM23 für Ministerpräsident Dr. Markus Söder einspringt, der derweil an der neuen bayerischen Regierung feilt.

„KI macht den Computer persönlicher“, betont Prof. Dr. Björn Ommer von der LMU München. KI bezeichet er als „Brennglas einer Entwicklung, die sich schon längst abgezeichnet hat“. Der Wissenschaftler und Entwickler hinter Stable Diffusion begründet das mit den Erwartungen an die Menschen im Job. Wer Geschwindigkeit und Effizienz erwarte, bekomme das nun auch. Doch – man brauche keine KI, um Meinungen zu machen oder zu verändern. „Das konnten die Medien schon vorher“, so Ommer, der das „Original“ beschwört.

Hier sieht Ommer Chancen für Medien:

  • Die generative KI ermöglicht neue Formen der personalisierten Kommunikation.
  • Sie ist auch das Brennglas, um herauszufinden, worin die wahren menschlichen Qualitäten stecken.
  • Es ergeben sich neue Qualitäten für Social Networks, da zielgerichteter Austausch möglich wird.


Wie wird der Rechtsrahmen gestaltet? 

Eine inspirierende Keynote rund ums Thema KI steuert auch Deutschlands Google-Chef Philipp Justus bei; KI könne Großes leisten, aber wir müssten gemeinsam einen Rahmen schaffen. Auf 333 Milliarden Euro zusätzliches Umsatzpotenzial pro Jahr und rund 100 Arbeitsstunden weniger pro Arbeitnehmer:in: So viel wirtschaftliches Potenzial steht laut Justus im Raum – doch es müsste jedes zweite Unternehmen KI intensiv einsetzen und nicht nur jedes zweite wie bisher. Insgesamt, so Justus, gehe es bei KI darum, Risiken zu verstehen und zu beherrschen. So entstehe eine „Kraftquelle“ für Wirtschaft und Medienunternehmen.

Sein Appell an die Politik: „KI ist zu wichtig, um sie nicht zu regulieren. KI ist zu wichtig, um sie nicht gut zu regulieren.“ Die Einstufung als „Hochrisiko“ in der EU dürfe nicht Standard werden. Justus mahnt vor Doppelt- oder Dreifachregulierung bei KI. Und: „KI geht nur so: mutig, verantwortungsvoll und gemeinsam.“

Die #MTM23 wollen dazu beitragen:

Ähnlich wie Ommer weist auch Justus darauf hin, KI könne nicht nur künstliche Welten schaffen, sondern auch dazu beitragen, Desinformationen zu enttarnen oder zu bekämpfen. So lasse sich die Zuverlässigkeit von Informationen prüfen. 

 

Was sich die Medien wünschen

Mit Springer, RTL Radio Deutschland und ARD sind drei Medienhäuser unterschiedlichster Couleur auf der Blue Stage der #MTM23. Für Springer versichert Vorständin Niddal Salah-Eldin, man habe Richtlinien für verantwortungsvollen Umgang im Haus. Was sie sich von den den MEDIENTAGE verspricht? „Die Erkenntnis bei Verantwortlichen der Medien: Tech ist nicht mehr nur für die Tekkies. Unsere Aufgabe ist es, die Organisation darauf vorbereiten.“ Es passiere viel im Silicon Valley, aber nicht alles – daher: gemeinsam agieren. Salah-Eldin : „Ich fürchte, wir haben es hier mit einem neuen Biest zu tun. Daher sollten wir rasch einen neuen Umgang finden, gemeinsam. Lasst uns die Zukunft gestalten und nicht aussitzen!“

Dr. Nina Gerhardt ist wichtig: „Wir wollen den Menschen nicht ersetzen, aber wir wollen durch KI besser werden.“ Gerade bei Audio könne KI bei Inhalten und Vermarktung klug unterstützen. Herausforderung: Die Technik sinnvoll in bestehende Systeme zu bringen, so die CEO von RTL Radio Deutschland.

Für Prof Dr. Kai Gniffke, den ARD-Vorsitzenden, ist KI so eine Art „Lackmustest“. „In meinem Szenario macht uns KI journalistisch besser“, so Kai Gniffke. Das gelte vor allem für die Nutzung großer Datenmengen. Er geht von „tollen Rechercheprojekten“ und „ganz große Chancen“ aus. Kann sich die öffentlich-rechtliche ARD diese Investitionen in Höhe mehrerer hundert Millionen Euro leisten?, fragt Gipfel-Moderatorin Aline Abboud. Es müsse sein, meint der ARD-Chef; es müsse in die Zukunft der Menschen und Mitarbeiter investiert werden.

Und was kann KI niemals ersetzen? Emotionen, meint Gerhardt, den unmittelbaren Kontakt zwischen uns Menschen, sagt Gniffke. Salah-Eldin: „Empathie ist unsere Superkraft und der Schlüssel zur Integration.“

Sie haben sich übrigens auch mit KI befasst... 

 


Die MEDIENTAGE MÜNCHEN 2023 finden vom 25. bis 27. Oktober bei der Serviceplan Group im House of Communication in München statt. Dabei blicken wir auf Trends, Herausforderungen und Aufgaben für die Branche sowie spannende KI-Entwicklungen. Masterclasses mit praktischen Tipps ergänzen das Angebot für Besucher:innen der #MTM23.

Hier geht es zum Ticketshop!

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