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Sportfans zieht es zum Streaming

5. August 2021

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Das klassische Pay-TV verliert bei treuen Sportfans an Beliebtheit. Die „Sports Video Trends“ des Londoner Videoproduzenten Grabyo geben preis, dass gestreamte Sportangebote dagegen auf dem Vormarsch sind. Eine wenig erstaunliche Entwicklung mit interessanten Facetten.

Ein globaler Trend hinterlässt seine Spuren im Sportfernsehen: Sportsendungen im Pay-TV verlieren Zuschauer:innen. Dagegen blühen in dem beliebten Genre Streaming-Dienste auf. Das geht aus der Analyse “Sports Video Trends 2021” hervor, die der britische Videoproduzent Grabyo  in Auftrag gegeben hat. Die Umfrage macht deutlich, dass seit 2019 die Zahl der TV-Abonnements unter den globalen Sportfans um 9 Prozent gesunken ist, während die Zahl der Online-Streaming-Abos um 41 Prozent gestiegen ist. Der Bedarf an gestreamten Sport-Inhalten ist groß: 

Befragt wurden über 15.000 Verbraucher:innen in 14 Ländern (darunter auch Deutschland), um die Seh- und Kaufgewohnheiten zu ermitteln.

Den Wechsel haben viele schon vollzogen

Dabei wurde deutlich, dass bereits 23 Prozent der Befragten ihren Vertrag mit einem Pay-TV-Anbieter gekündigt haben. Weitere 23 Prozent planen diesen Schritt innerhalb der nächsten fünf Jahre. Im Jahr 2021 werden 45 Prozent der Fans nur für Streaming-Dienste bezahlen. Dem Grabyo-Bericht zufolge wird der Pay-TV-Markt bis 2026 nur noch einen Anteil von 28 Prozent an den weltweiten Sportfans haben. Ersatz bietet die steigende Zahl an Online-Videodiensten.

Die mit je 56 Prozent beliebtesten Medien für Sportübertragungen sind laut Grabyo inzwischen Smart TV und Smartphone, gefolgt von Laptops oder Desktop-Geräten (46 Prozent) sowie Tablets (30 Prozent). Nur 23 Prozent der Fans sehen sich Sportübertragungen auf herkömmlichen TV-Geräten an.

 

Nebenher aus Pay-TV und Streaming hält sich in den USA

Beispielhaft wird in der Analyse vertieft auf den US-Markt eingegangen. Dort würden zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten laut der Studie Sportübertragungen am liebsten auf Online-Streaming-Plattformen sehen, wenn sie könnten.

Die Zahlungsbereitschaft ist (in Grenzen) vorhanden: 42 Prozent der Umfrage-Teilnehmer:innen in den USA würden bis zu zehn Dollar im Monat zahlen, um Sport per Streaming zu sehen. 37 Prozent würden bis zu 25 Dollar pro Monat akzeptieren, geht aus dem neuen Grabyo-Bericht zu den Sportvideo-Trends 2021 hervor.

Interessant: Obwohl ESPN+, DAZN und Amazon Prime Video auf dem US-Markt eine Vielzahl von Live-Sportübertragungen streamen, geben 58 Prozent der Befragten an, dass sie sich nicht allein aufs Streaming verlassen wollen. Ohne ein Fernsehabonnement seien nicht genügend Inhalte verfügbar, heißt es zur Begründung.

 

Auch Social Video liegt bei Sportinhalten im Trend

Des Weiteren hält der Grabyo-Bericht eine weltweit hohe Nachfrage nach frei zugänglichen Sportinhalten in sozialen Medien fest. So wünschen sich 65 Prozent der Sportfans bereits heute mehr Live-Sport und Events in sozialen Medien. Und: Die Hälfte der weltweit befragten Sportfans ist über 45 Jahre alt ist.

Scott Lunn, Head of Content bei Graybo, empfiehlt anhand der Ergebnisse: “Sender und Medienrechteinhaber im gesamten Sport müssen schnell handeln, um ihre Videostrategien an den Wünschen der Verbraucher auszurichten.” Mike Kelley, President of the Americas bei Grabyo, fügt hinzu: "So wie Live-Sport jahrzehntelang das Wachstum traditioneller Kabel- und Satellitenabonnements angetrieben hat, so treibt er jetzt OTT-Angebote wie Amazon Prime, Peacock, Paramount+ und YouTubeTV an, zusätzlich zu sportartspezifischen Produkten wie DAZN & ESPN+. Die Fans schätzen die Möglichkeit, auf mobilen Geräten zu schauen, sowie überzeugende interaktive Funktionen wie Multi-Kamera-Feeds, Live-Wetten, Fantasie-Statistiken und E-Commerce."

 

Anbieter stellen sich auf mehr Gestreamtes ein

Einst klassische Pay-TV-Anbieter wie die Marke Sky haben längst auf den Trend hin zu Streaming reagiert. So streamt beispielsweise der deutsche Ableger mit Sky Ticket Sportevents.

In den Jahresbilanzen, wie sie etwa der Privatfunkverband VAUNET für den deutschen Abomarkt rund um Bewegtbild vorlegt, zählen „Pay-TV und Pay-VoD“ längst als Erlösquelle zusammen. Mit rekordverdächtigen Zahlen: Die Gesamtumsätze aus Pay-TV- & Paid-Video-on-Demand sind demnach in Deutschland im vergangenen Jahr erstmals auf über 4 Milliarden Euro gestiegen. Wachstumstreiber bleiben demnach bezahlte Abrufinhalte im Internet. Streaming bleibt auf dem Vormarsch. 

 


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